Montag, 8. März 2010
Märkisches Landgut sucht aktive Hausherren
gesucht wird ein aktives Paar ( 30 - 40 Jahre) , praktisch und visionär, welches ein excellent eingeführtes Tourismusprojekt ( Familienurlaub auf dem Bauernhof - bislang mit Landwirtschaftsbetrieb ) - gern auch mit eigenem Konzept ( Kunst ? Gartenkultur ? altes Handwerk ?) weiterführt.
Reichlich Nebengelass und ein großer Gutspark, attraktive touristische Partner in der Region und vor Ort
und fester Kundenstamm bei den Familien der Hauptstadt !
Wohnung, Platz für eigene Ideen und die Unterstützung des Gründerpaares, welche sich zeitnah oder auch in Etappen ab 2011 in den Ruhestand begeben will, werden zugesichert.
Kleine Kinder und weitere Haustiere sind selbstverständlich willkommen.
Finanziell interessante Optionen von Pacht bis Kauf.
Boltenhof gehört als kleines, absolut ruhiges und charmantes Dorf zu 16798 Fürstenberg, einem für Wassersportler und Naturfreunde reizvollem Gebiet zwischen Rheinsberg und der Uckermark.
Impressionen vom Ambiente ebenso wie von den Ferienwohnungen
finden sie auf unserer Homepage www.gutboltenhof.de
Kontakt: Uwe und Ingeborg Riest
Riest@gutboltenhof.de
Samstag, 6. März 2010
Buchtipp Die Entdeckung der Nachhaltigkeit
Von Rainer Kühn
Ulrich Grober hat eine Kulturgeschichte des Begriffes der Nachhaltigkeit geschrieben. Darin kommt er zu dem Schluss, dass der nachhaltige Umgang mit der Natur keiner Generation, keiner historischen Epochen und keinem bestimmten Menschenschlag zuzuordnen ist, sondern das es so etwas ist, wie eine anthropologische Konstante.
Ist es womöglich eine angeborene Fähigkeit des Menschen, nachhaltig mit der Natur umzugehen? Das fragt sich Ulrich Grober gleich zu Beginn seines Buches. Falls ja, dann müsste die Idee, mit der Umwelt pfleglich, behutsam und vor allem vorausschauend umzugehen, die menschliche Gattung seit Anbeginn begleitet haben. Also ganz so, wie es der Philosoph Hans Blumenberg geschildert hat in seiner "Arbeit am Mythos". Danach hat dieses vorausschauende Handeln den Homo sapiens mindestens einmal vor dem Aussterben bewahrt: Aus der nördlichen Hemisphäre verdrängt und nur noch in einem winzigen Streifen im Süden Afrikas ums Überleben kämpfend, begannen unsere Vorfahren damit, Wasser in geleerte Straußeneier zu füllen und diese dann zu vergraben - als Vorsorge für die Zukunft. Der Begriff "Nachhaltigkeit" ist allerdings erst 1713 geprägt worden. Von Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz. Damals wurde im sächsischen Bergbau das Holz knapp, das für den Verbau der Schächte benötigt wurde. Carlowitz reformierte die Forstwirtschaft, machte sie - "nachhaltig":
"Nachhaltigkeit ist vor allem, eine Balance von Selbstsorge und Vorsorge in der Gesellschaft zu etablieren. Und diese Balance, die hat sich in unserer Kultur - und auch in den Kulturen der Welt - immer jeweils anders ausgeprägt. Und das ist, denke ich, eine immanente kulturelle Angelegenheit. Und von daher eben mein Zugang über die Kulturgeschichte zu dem, was die Kernsubstanz von Nachhaltigkeit ausmacht," sagt Ulrich Grober. Der 1949 geborene Autor hat im doppelten Sinn des Wortes weite Wege zurückgelegt, um die Idee der Nachhaltigkeit zu verfolgen: Einerseits spannt er zeitlich einen weiten Bogen: Von Franz von Assisi über die mittelalterliche Theologie, die Frühaufklärung, die ausführlich - vielleicht sogar: zu ausführlich - dargestellte Entwicklung der Forstwirtschaft bis hin zu den Klimagipfeln unserer Tage ist er den Spuren nachgegangen, die der Begriff in Bibliotheken und Archiven hinterlassen hat.
Dieses Buch will auf dem Weg über die Sprache und die Begriffsgeschichte zur Klärung und Sensibilisierung beitragen. Es erzählt davon, wie sich in langen Zeiträumen intuitives Vorsorgedenken zu einem Begriff kristallisierte. Wie unter dessen Schirm ein Wortfeld entstand, auf dem sich alltäglich gewordene Vokabeln wie Ökologie, Umwelt, Lebensqualität und sogar Management herausbildeten. Es handelt vom langsamen Wachsen einer Idee und von der komplexen Beziehung zu den Lebenswelten, in denen sie sich entwickelte.
Andererseits hat der passionierte Wanderer Ulrich Grober auch zu Fuß weite Wege zurückgelegt, um dem Begriff der Nachhaltigkeit auf die Spur zu kommen. So liefert er dem Leser Reportagen aus Assisi, Weimar oder Venedig und versucht, geradezu sinnlich nachvollziehbar zu machen, was einzelne Aspekte der Chiffre Nachhaltigkeit bedeuten. So beispielsweise, wenn er von den enormen Anstrengungen der italienischen Lagunenstadt erzählt, die notwendig waren, um den gewaltigen Bedarf an Holz nachhaltig zu decken. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1135662/
Märkische Spezialitäten: Kräuterfrau Liselotte Hirt aus Zernikow
Liebe Liselotte, oftmals fällt im Zusammenhang mit Deinem Namen der Titel „Kräuterfrau“. Wie würdest Du selbst Dich und Deine Angebote beschreiben?
Liselotte Hirt:
Also den Titel „Kräuterfrau“ finde ich schon die richtige Bezeichnung. Was sind meine Angebote? Sobald es 'grün' wird, beginne ich mit den ersten Führungen es sind Führungen, keine Wanderungen, denn man geht immer nur ein paar Schritte, dann wächst schon wieder was, was erklärt, besprochen, gekostet werden möchte. Da kommt man nicht weit, sondern findet alles nah beieinander. Ich wohne ja mitten im Dorf Zernikow und das unmittelbare Umfeld zwischen Gutshof und meinem Haus ist da gerade groß genug. Schön ist auch, dass vielerlei wächst und das Umfeld sich wirklich für die Führungen eignet. Wenn jemand wünscht, dass die Führung bei ihm stattfindet, komme ich nach Sichtung der Möglichkeiten natürlich auch da hin, wenn sich dort genug Wildkräuter finden lassen. Eine Führung dauert meist so etwa 3 Stunden, dann sind alle aber auch voll mit Eindrücken und Erkenntnissen und es gibt für den Appetit einen kleinen Imbiss passend zum Thema.
Julia Witt
Wildkräuter haben eindeutig an Bedeutung gewonnen, sie sind inzwischen in der Küche edler Restaurants angekommen. Im ländlichen Raum selbst aber hat die gesunde Ernähung noch um Akzeptanz zu kämpfen. Wie stehen die Chancen, dass auch der Märker den grünen Strunk vorm Fenster schätzen wird?
Liselotte Hirt:
Tja…da versuche ich nur immer wieder einfach durch eigenes Beispiel vorzuleben, dass solche Produkte aus Wildkräutern super lecker sind, noch dazu leicht zu beschaffen, weil fast überall erhältlich. Und während der Eine noch im heimischen Garten den Giersch bekämpft ( natürlich ergebnislos… ) mache ich mit den Gästen kleine wohlschmeckende Fladen daraus. Du hast sie ja selbst schon gekostet! Und es sind ja meist die 'ganz normalen Unkräuter', die besonders heilkräftig sind und sich auch für die Zubereitung in der Küche eignen. Dieses Themendreieck ist mein Schwerpunkt: Natur - Gesundheit - Küche. Wenn die Leute bei mir in Zernikow auf der Terrasse ankommen und sich schon auf den Kräuterworkshop freuen, noch ein wenig Mühe haben, zur ländlichen Ruhe zu kommen - dann gibt es als Erstes was zu Kosten als Anregung für die Sinne, einen wohlschmeckenden Tee, selbstgefertigten Saft oder Kräuterwein. Man schmeckt den Unterschied zur Kost der Supermärkte sofort und meist sind die Gäste überrascht und erfreut, wie lecker alles ist. Das trifft natürlich auch auf den Imbiss zu. Gierschfladen nannte ich schon, aber wer kennt Fladenbrötchen mit dem Kraut Gundermann. Saisonal bestimmt gibt es im Frühjahr mehr frisches Grün, im Sommer sind die vielfältigen Blüten meist die Hauptsache und im Herbst natürlich die farbenfrohen Beerensorten.
Julia Witt
Du startest zu Ostern wieder mit dem Angebot Ostereierfärben in Zernikow...dies ist der Saisonstart, was folgt dann?
Liselotte Hirt:
Ja, an Ostern geht es los. Dann habe ich schon feste Buchungen fürs Jahr – diesmal habe ich keine offenen Termine angeboten. Es ist besser, wenn Interessierte anrufen 033082 40478 und mit mir ein Datum vereinbaren. Ich kann dann am Telefon auch besser die Interessen abprüfen und schauen, wer vielleicht mit wem zusammen was machen kann. Für mich am einfachsten ist es natürlich, wenn sich mindestens 6 Menschen zusammentun und einen Termin mit mir vereinbaren. Kosten pro Person: 10 Euro –wenn es weniger Leute sind, dann bleibt der Gesamtpreis 60 Euro und dann teilt er sich durch die Teilnehmerzahl. Zeitlich bin ich ja flexibel, ob Wochentag oder Wochenende spielt preislich keine Rolle.
Julia Witt
Was ist Dein spezieller Tipp für jemand, der sich auch mit Kräutern befassen will.
Gibt es ein Rezept, ein Buch oder ähnliches für Einsteiger?
Liselotte Hirt:
Was rate ich Menschen, die sich intensiv mit den Kräutern befassen wollen? Bücher gibt es wie bei allen Themen inzwischen in Massen da kann und will ich keine empfehlen ich könnte raten: im Frühjahr, Sommer und Herbst wenigstens je eine Führung bei mir mitzumachen, denn es gibt ja jedes Mal andere Kräuter, Pflanzen, Blüten, Früchte..... dann kennt man am Ende des Jahres schon Einiges und kann beobachten, wie sich die Pflanzen entwickeln und verändern. Im Umfeld der Gartenfreunde Seenland kann ich natürlich gern auch mal vor Ort hinkommen, und bei einer Schulklasse, einem Verein oder regionalem Aktionskreis eine Präsentation halten. Dreimal hatte sich ja auch schon eine äußerst anregende Gruppe bei Euch in der Alten Reederei getroffen ( z.Bsp. Frau Thöne vom Hauptstadtzoo und ihr Freundeskreis – einen herzlichen Gruß bei der Gelegenheit ). Wenn sich so eine Gruppe findet, die ein Workshop machen möchte und dann zum Beispiel in der Reederei –Gartenküche auch die Produkte verarbeiten möchte, dann passt das natürlich besonders gut. Man brauch t dann ein wenig mehr Absprache, schließlich müssen dann Geräte, Zutaten zusätzlich bereit gestellt werden für ein 5 Gänge Menü, aber Du weißt selbst, es hat den Gästen großen Spaß gemacht und fast alles wurde als überraschend lecker aufgenommen.
Julia Witt
Im „Aktionskreis Gartenfreunde Seenland“ bist Du fast immer aktiv dabei, auch im Internet bist Du immer unterwegs nach Informationen und Tipps. Was ist für Dich das Schöne am Austausch der Garten und Naturfreunde?
Liselotte Hirt:
Die Treffen der „Gartenfreunde“ aus unsere Aktionskreis mag ich sehr, weil ich gern in 'fremde' Gärten und Wohnzimmer oder Terrassen schaue. Man ist ein wenig neugierig, wie die anderen es so handhaben, wie sie Lebensraum und Garten nutzen, gestalten und ihre eigenen Träume verwirklichen.
Außerdem fahre ich dadurch in noch unbekannte Gegenden, wo ich sonst nicht hingekommen wäre! Schließlich reicht der Kreis der „Gartenfreunde Seenland“ von Rheinsberg bis Zehdenick, von Oranienburg bis Neubrandenburg – und viele kleine Orte kenne ich wirklich noch gar nicht. Und den Plausch an der Kaffeetafel mit leckerem Kuchen finde ich immer sehr nett, besonders wenn Du moderierst! (echt.)
Kontakt: Liselotte Hirt Tel. 033082 40478
www.stechlin-ruppiner-land.de/terlusollogie
Einladung zum Heldenmarkt
Sie werden staunen! Noch nie fühlte sich Einkaufen so gut an.
Sa., 27.März 2010, 11.00 – 20.00 Uhr und
So., 28.März 2010. 11.00 – 18.00 Uhr im Postbahnhof am Ostbahnhof
Warum nachhaltig konsumieren?
„Nachhaltiger Konsum ist umweltbewusst, sozial verträglich, wirtschaftlich und partizipativ.“1 Und wird zunehmend Teil einer neuen Lebensweise all jener Menschen, die verstanden haben, dass sich angesichts der globalen Probleme auch in unserem Alltag etwas ändern muss. Das Ziel ist eine nachhaltige Lebensweise, die im Einklang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten steht. Nach dem Ideal: Entnommen wird nur, was benötigt wird und aus eigener Kraft nachwächst. Oder anders ausgedrückt: Ein Leben von den “Zinsen” der Natur. Das klingt eigentlich ganz normal, denkt man. Leider aber ist diese Lebensweise für uns und unsere Gesellschaft alles andere als normal. Denn der Wohlstand unserer Zeit “basiert ökonomisch darauf, dass es den Treibstoff zur unablässigen Produktion von Mehrwert und Wachstum von außen bezieht, wie das Öl, das für die Herstellung und den Betrieb der Autos oder wie das Gas, das für die gemütlich warmen Badezimmer nötig ist.”2 Dieses lineare Prinzip beruht darauf, dass es permanent Materie von einem „Außen“ bezieht. Aber in unserem globalen System gibt es kein Außen, aus dem man ungebremst entnehmen kann. Die Lebensweise unserer zivilisierten Gesellschaft missachtet dieses Prinzip seit langem und betreibt damit Raubbau an der Zukunft unserer Kinder. (mehr anregende Gedanken finden Sie hier)
Aber nicht nur gegenüber zukünftigen Generationen wohnt unserem Wirtschaftssystem eine große Ungerechtigkeit inne, sondern auch gegenüber Menschen. Denn während wir uns übermäßigem Konsum hingeben, können Menschen in deutlich ärmeren Ländern nicht einmal ihre grundlegenden Bedürfnisse befriedigen. Oft steht dabei sogar teilweise die Armut der anderen mit unserem Wohlstand im Verhältnis.
Mehr: www.heldenmarkt.de
Donnerstag, 4. März 2010
Einladung der beiden Minister für den 16.4.
„Tag der Ernährungswirtschaft Berlin-Brandenburg 2010“
Sehr geehrte Damen und Herren,
hochwertige Spezialitäten aus der Region sowie international bekannte Markenprodukte prägen die Ernährungswirtschaft in den Ländern Brandenburg und Berlin. Nach erheblichem Strukturwandel in den letzten Jahren stehen die Länder heute für eine moderne und qualitativ hochwertige Landwirtschaft ebenso wie für eine effiziente und innovative Ernährungsindustrie. Namenhafte Erzeugnisse der Ernährungswirtschaft haben gemeinsam, dass sie aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg kommen und unsere Region auf kulinarische Weise über die Ländergrenzen hinweg bekannt machen.
Mit über 20.000 Beschäftigten und einem Umsatz von annähernd 6 Mrd. € zählt die Ernährungsindustrie zu den umsatzstärksten und beschäftigungsreichsten Industriezweigen der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Das landwirtschaftliche Umfeld und der Markt der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg mit über 6 Mio. Verbrauchern garantieren optimale Ausgangsbedingungen für diese Branche. Die Bundeshauptstadt ist darüber hinaus ein idealer Testmarkt für die Einführung neuer Produkte.
Eine moderne und produktive Ernährungsindustrie erfordert gleichzeitig ein hohes Maß an Investitionen in Innovationen sowie F&E-Leistungen, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Hauptstadtregion verzeichnet eine einzigartige Dichte von wissenschaftlichen Einrichtungen im ernährungsrelevanten Bereich. Die Region bietet damit neben einem erheblichen Innovationspotenzial hoch qualifizierte Fachkräfte für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.
Und die Ernährungsindustrie hat sich auch angesichts der Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzmarktkrise als stabiler Konjunkturpfeiler und Stütze der gesamten Wirtschaft erwiesen. Vor diesem Hintergrund setzt sich der „Tag der Ernährungswirtschaft Berlin-Brandenburg 2010“ das Ziel, die Bedeutung der Ernährungswirtschaft von der landwirtschaftlichen Erzeugung über die Verarbeitung und Veredelung bis hin zum Handel vorzustellen und die Herausforderungen und Zukunftsfragen der Branche mit ausgewiesenen Experten zu diskutieren. Als regionale Plattform steht der Branchentag für den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft rund um das Thema Ernährungswirtschaft Berlin-Brandenburg .
Wir laden Sie daher recht herzlich zum diesjährigen Tag der Ernährungswirtschaft Berlin-Brandenburg ein und würden uns freuen, Sie am 16. April 2010 zusammen mit zahlreichen Führungskräften und Vertretern von Unternehmen, Verbänden und der Wissenschaft in Paaren begrüßen zu können. Weitere Einzelheiten und Anmeldemöglichkeiten finden Sie im beigefügten Veranstaltungsflyer.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Christoffers Harald Wolf
Freitag, 19. Februar 2010
Einladung zur Lesung: Selbstversuch: allein unter Gurken ?
Sie sind herzlich eingeladen, wenn „Tatort“-Kommissar Andreas Hoppe (alias „Mario Kopper“) am 10.3. um 18:00 Uhr in der stratum lounge sein neues Buch „Allein unter Gurken“ liest und zur Diskussion stellt. Zusammen mit Co-Autorin Jacqueline Roussety geht es um die Frage: Kann man sich dauerhaft von dem ernähren, was die Region bietet?
Ein kleines Zusatzschmankerl wird die Kalte Hund Manufaktur mit ihren handgemachten Köstlichkeiten bieten. Infos und Anmeldemöglichkeit für den Abend finden Sie beiliegend oder unter www.stratum-consult.de/news/tatort-kommissar-bei-stratum.html. ACHTUNG: Die Anzahl der Plätze ist begrenzt!
Ich würde mich freuen, wenn wir uns am 10.3. sehen und verbleibe gespannt auf Ihre Rückmeldung!
Mit herzlichen Grüßen
Marie-Luise Sieversen
BÖLW fordert Konsequenz in der Agrarpolitik
Konzepte statt „Weiter so“ für die Reform der Agrarpolitik
– Öko-Landbau als Leitbild
„Es geht nicht darum, die jetzige Verteilung der Fördermittel zu erhalten, sondern dass gesellschaftliche Ziele zur Maßgabe der Politik werden“, kritisierte Thomas Dosch, Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die defensive Haltung der Bundesregierung zur Gestaltung der Agrarpolitik ab 2014. Anlässlich einer Veranstaltung des BÖLW zur „Rolle der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft in der Politik“ auf der Weltleitmesse der Biobranche „BioFach“ in Nürnberg machte Dosch deutlich, dass die Agrarzahlungen künftig an das Erbringen gesellschaftlicher Leistungen wie Umwelt- und Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität oder die Bereitstellung von Arbeitsplätzen gebunden werden müssen. Stephan Dabbert, Professor an der Universität Hohenheim stellte in Frage, ob es künftig noch eine Förderung dafür geben kann, „bei Rot nicht über die Ampel zu gehen“.
Michael Goldmann, Vorsitzender des Bundestagausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, stimmte zu, dass „die neuen Herausforderungen wie Klima-, Gewässer- und Umweltschutz in der Neuausrichtung der Agrarpolitik berücksichtigt werden müssen“ und stellte in Aussicht, dass die Abgeordneten dazu Konzepte erarbeiten werden. Götz Rehn, Vorstand des BÖLW, forderte dazu auf, dem Öko-Landbau dabei besonderes Augenmerk zu schenken, „denn die biologische Landwirtschaft als ganzheitliches System ist der Schlüssel, um die globalen Herausforderungen im Bereich Klima, Umwelt, Wirtschaft und Armut gleichzeitig zu lösen“. Alice Fridum, Vorstand der Assoziation Ökologischer Lebensmittelhersteller, forderte eine entsprechende Umkehr der Politik, denn mit der Gentechnik-Politik oder den Beschlüssen zur Kennzeichnung von Bio-Produkten werde die Weiterentwicklung der Branche behindert anstatt befördert.
„Während im Koalitionsvertrag steht, dass die Forschung zum Öko-Landbau befördert werden soll, plant die Koalitionsfraktion jetzt Einschnitte in das Bundesprogramm Ökologischer Landbau“, kritisierte Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW, eine ganz aktuelle Entwicklung und ergänzte: „Besonders die für die Weiterentwicklung des Öko-Landbaus so wichtigen mehrjährigen interdisziplinären Versuche kommen durch die vom Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossene Kürzung der Verfügungsermächtigungen um drei Millionen Euro unter die Räder.“ Michael Goldmann sowie Wolfgang Reimer, Vertreter des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sagten zu, sich dafür einzusetzen, dass dieser Beschluss rückgängig gemacht wird.
Ansprechpartner: Dr. Alexander Gerber, 0176.24050949Mittwoch, 17. Februar 2010
Fair-Label soll Umsatz retten (Taz) vom 17.2.
Da der Markt für Bio-Lebensmittel nicht mehr wächst, setzt die Branche auf Marketing. Sie will ihre Produkte nicht mehr nur als Bio, sondern auch als fair verkaufen.
Sven Kästner reicht das Label bio nicht. Der Journalist kauft zwar überwiegend Ökoprodukte. Aber wenn er im Bioladen vor den Tee- und Kaffee-Regalen steht, greift er meist zu Packungen mit einem Fair-Trade-Siegel. "Das Kilo Kaffee kostet vielleicht 1,50 Euro mehr, aber wenn dann die Produzenten fair entlohnt werden, ist das okay", sagt der Berliner. Die Biobranche will stärker als bisher auf Menschen wie Kästner setzen. Auf Kunden, die nicht nur bio wollen, sondern auch fair, regional oder klimafreundlich. Deshalb hat die Ökomesse BioFach, die am Mittwoch in Nürnberg beginnt, "Organic + Fair" zum Schwerpunktthema erklärt und eine Sonderschau mit etwa 50 Firmen organisiert.
Besonders der Fachhandel sieht darin eine Chance im schärfer gewordenen Verteilungskampf. Doch von fairen Arbeitsbedingungen sind auch die Biogeschäfte noch weit entfernt. Hintergrund der Fair-Offensive ist, dass der Bioanteil nach Jahren zweistelliger Zuwachsraten 2009 erstmals geschrumpft ist: Die Deutschen gaben ein Prozent weniger für Biolebensmittel und -getränke aus als noch 2008, wie das Marktforschungsunternehmen GfK Panel Services am Dienstag bekanntgab. Zwar wuchs die verkaufte Menge um 2 Prozent, aber das konnte die Preisrückgänge nicht ausgleichen. Der Bioanteil an allen Lebensmitteln und Getränken verharrte bei lediglich 3,2 Prozent, was einem Umsatz von 5,8 Milliarden Euro entspricht. Und die BioFach hat dieses Jahr mit 2.500 Ausstellern rund 9 Prozent weniger Stände.
Verantwortlich für das Umsatzminus sind vor allem Unternehmen, von denen viele nicht gerade für faire Beziehungen zu ihren Lieferanten oder Mitarbeitern bekannt sind: Konventionelle Lebensmittelhändler und speziell die Discounter, die zusammen 58 Prozent des Bioumsatzes machen, verloren überdurchschnittlich: jeweils 3 Prozent ihres Ökogeschäfts. Sie hatten die Preise kräftig gesenkt, aber dennoch nicht genug Kunden gewonnen. Die Billigmärkte bieten überwiegend Lebensmittel an, die nach den Mindeststandards der EU-Ökoverordnung hergestellt werden, nicht nach den strengeren Regeln von Anbauverbänden wie Bioland oder Demeter.
Wie sich der Umsatz mit diesen teureren Produkten entwickelt hat, ist allerdings nicht bekannt. "Wer in den Discounter geht, will Geld sparen", erklärt Trendforscher Eike Wenzel von der Denkfabrik Zukunftsinstitut. "Wenn diese Leute merken, dass in den nächsten zwei Jahren Wirtschaftskrise angesagt ist, dann greifen sie auch dort zu billigeren Produkten." Weiterhin erfolgreich sind dagegen Geschäfte, die nur Bio verkaufen. Der Fachhandel nahm laut GfK im vergangenen Jahr gegen den Trend 2,2 Prozent mehr ein. Für Fachhandelsberater wie Klaus Braun steht damit fest: "Der Naturkosthandel muss seine Stärken betonen." Faire Bedingungen etwa.
Gegenüber dem konventionellen Handel, der von Ketten wie Aldi oder Rewe dominiert wird, haben die Biogeschäfte da einen Imagevorteil. Im Vergleich zu konventionellen Riesen wie Lidl sind die Fachgeschäft zumeist kleine Firmen, die viel geringeren Preisdruck auf ihre Lieferanten ausüben können. Selbst dass Lidl 2006 seine eigene Fair-Trade-Marke entwickelt hat, konnte nicht viel am Image des Discounters ändern. "Die Preissenkungen der Discounter auch bei Bio sind doch unanständig", kritisiert Horst Hartmann, der ebenfalls Fachhändler berät. "Da kommt eine Landwirtschaft heraus, von der hier keiner mehr leben kann."
"Bio Plus" oder "Bio Premium" sind deshalb die Schlagworte, die die Branche auf der BioFach besonders lebhaft diskutieren wird. Diese Marketingbegriffe sollen signalisieren: Die Lebensmittel sind nicht nur nach den Regeln den EU-Ökoverordnung hergestellt, sondern schmecken auch besonders gut, kommen aus der Region - oder erfüllen die Fair-Trade-Standards. "Es reicht eben nicht mehr, einfach nur Bio in die Regale zu stellen", sagt Marktexperte Braun.
Am bekanntesten ist das blau-grüne Siegel der Organisation TransFair. Sie vergibt das Zeichen nur für Produkte aus Entwicklungsländern. Bedingung ist, dass die Hersteller über einen festen längeren Zeitraum einen garantierten Mindestpreis und eine Fair-Trade-Prämie bekommen. Fabriken beispielsweise müssen ihren Arbeitern erlauben, sich in einer Gewerkschaft zu organisieren. Zudem überprüfen die Fair-Trade-Kontrolleure etwa, ob in den Firmen Kinder illegal arbeiten.
Die GfK schätzt allerdings, dass zum Beispiel nur 30 Prozent des Ökokaffees fair gehandelt ist. Die konventionelle Konkurrenz verkauft nur circa ein Prozent ihres Kaffees mit dem Fair-Trade-Siegel. Trotz dieser Schwierigkeiten wollen manche Ökounternehmen den Fair-Trade-Gedanken auch für Produzenten in Deutschland anwenden. "Was für Bauern in Afrika gilt, muss auch für uns gelten", findet des hessische Landwirt Josef Jacobi. Deshalb gründete er mit anderen Landwirten die Upländer Bauernmolkerei. Sie zahlt ihren Bauern selbst für Biostandards überdurchschnittliche Preise für die Milch.
Andere Unternehmen haben ebenfalls inländische Fairhandelsinitiativen gestartet: In der FairRegioCharta Berlin-Brandenburg haben sich 23 Bauern, Bäcker und Händler dazu verpflichtet, ihre Preise verbindlich festzulegen. In der Charta heißt es dazu recht vage, es werde "angestrebt", den Bauern "einen Preis zu zahlen, der im oberen Drittel des marktüblichen Durchschnittspreises liegt". Ähnlich flexibel sind Formulierungen in den Regeln der Initiativen "Bestes Bio - Fair für alle" und "Regional & Fair".
In vielen dieser Chartas verlieren die Unternehmen kein Wort über die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter. Der Bioanbauverband Naturland, der auf der BioFach die erste Zertifizierung für öko, sozial und fair auch für deutsche Unternehmen vorstellen will, fordert nur den gesetzlichen Mindeststandard - zum Beispiel das Recht darauf, sich in Gewerkschaften zu organisieren.
Erika Ritter, Handelsexpertin bei der Gewerkschaft Ver.di, weiß, warum die Biobranche da so wenig ehrgeizig ist: "Die Konditionen sind erheblich schlechter als im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel." Ritter nennt Beispiele aus ihrem Bezirk Berlin-Brandenburg: "Die Löhne sind im sittenwidrigen Bereich", sagt sie. Im Schnitt erhalte ein Verkäufer 7 bis 8 Euro pro Stunde, während der Tarifvertrag rund 13 Euro vorschreibe. 70 bis 80 Prozent der konventionellen Läden, aber kein einziges Biounternehmen zahle das. Und eine Woche weniger Urlaub gebe es im Ökoreich auch.
"Die Branche organisiert sich mehr und mehr in Ketten wie traditionelle Unternehmen. Da gibt es keinen Grund mehr, auf Betriebsräte zu verzichten", meint die Gewerkschafterin und setzt noch einen drauf: "Wenn man mit einem ethischen Anspruch nach draußen geht, gehört dazu auch, dass das Personal anständig bezahlt wird. Sonst leidet die Glaubwürdigkeit."
An dieses Thema wollen die Bios nicht so recht ran. Der Branchenverband BNN Einzelhandel will sich zu den Vorwürfen nicht äußern. "Die Situation ist von Kette zu Kette und von Region zu Region unterschiedlich. Es gibt kein einheitliches Bild", sagt Vorstandsmitglied Harald Wurm. Die größte Biomarktkette Alnatura antwortet, sie zahle nicht nach Tarifvertrag, weil dieser zu unflexibel sei. Trendforscher Wenzel sagt: "Wenn die Arbeitsbedingungen schlechter sind als bei den Lidls, dann könnte das ein Problem werden."
DLG-Auszeichnungen für BioBackHaus, Märkisches Landbrot und eco united (FÖL)
Bei der internationalen Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) gewannen die beiden Bio-Bäckereien BioBackHaus und Märkisches Landbrot sowie eco united insgesamt 11 Medaillen. Damit bestätigten die Experten des Testzentrums nachdrücklich die hohe Produktqualität der Berlin-Brandenburger Bio-Erzeugnisse.
Das BioBackHaus aus Falkensee wurde in der Kategorie "Brot, Feine Backwaren, Süßigkeiten" mit einer Goldmedaille (Dinkel-Käsestange), drei Silbermedaillen (Elisenlebkuchen – Schokolade, Das Falken, Sonnenblumenbrot) und einer Bronzemedaille (Roggenbrot) ausgezeichnet. Die Bioland-Bäckerei ist seit 2010 der erste zertifizierte Slow Baker der Region.
In derselben Kategorie gewann auch die Demeter-Bäckerei Märkisches Landbrot aus Berlin, die kürzlich im Rahmen der Grünen Woche den Preis der Bäckermeister Alfred Kühn Stiftung für die nachhaltige Produktion erhielt. Die DLG verlieh dem Märkischen Landbrot zwei Silbermedaillen (Möhre-Walnuss-Brot, Leinsamenbrot) und eine Bronzemedaille (Sechskornbrot).
In der Kategorie "Convenience-Produkte" konnte sich eco united, der Berliner Spezialist für glutenfreie Produkte, über drei Goldmedaillen (Felicia Bio Mais Pasta, Felicia Bio Reis Pasta, Felicia Buchweizen Pasta) freuen. Michael Wimmer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V., beglückwünscht die drei FÖL-Mitglieder: "Die DLG-Prämierungen machen deutlich, dass Bio aus Berlin-Brandenburg qualitativ hochwertig und genussvoll ist."
Auf der BioFach in Nürnberg, der weltgrößten Fachmesse für Bio-Produkte, können sich die Besucher vom 17. bis zum 20.02.2010 von der Qualität der Produkte des BioBackHauses (Halle 9, Stand 371) und von eco united (Halle 9, Stand 770) überzeugen.
Das DLG-Testzentrum führte die internationale Qualitätsprüfung für Bio-Produkte zum vierten Mal durch. Die Auszeichnung "DLG-prämiert" wird in Gold, Silber und Bronze verliehen. Im Mittelpunkt der Prüfung stand die Bewertung der sensorischen Produktqualität.
Kontakt
Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau
Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.
Michael Wimmer - Geschäftsführung
Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Tel.: 030 - 28 48 24 39
Mobil: 0179 - 45 27 147
Fax: 030 - 28 48 24 48
E-Mail: m.wimmer[AT]foel.de
www.bio-berlin-brandenburg.de
Es kommt nur Demeter in die Tüte
Ob aus der Flasche oder aus dem Beutel: "Ökodorf Brodowin" - das ist vor allem Demeter-Milch. "Die Meierei ist ein zentraler Faktor für unser Unternehmen", sagt Ludolf von Maltzan. Inzwischen platze die Molkerei jedoch aus allen Nähten. Die ursprünglich geplante Kapazität werde bei weitem überschritten. Pro Jahr verarbeitet das elfköpfige Team um Meierei-Chef Axel Müller 2,5 Millionen Liter Kuh- und etwa 100 000 Liter Ziegenmilch.
Wolle man die Produktion erweitern, und dies sei das erklärte Ziel, müsse man - nachdem bereits ein Teil der Technik erneuert wurde - in einen Neubau investieren. Im März soll der Grundstein für die neue, moderne Molkerei auf dem Gelände des Landwirtschaftsbetriebs gelegt werden. "Und zwar am Standort der alten Bergehalle neben dem Hofladen", erklärt der Geschäftsführer. Das Gerüst dieser Halle bleibe stehen. "Es stellt gewissermaßen die Hülle für den ansonsten komplett neuen Bau dar." Wobei die Fassade gläsern gestaltet wird. "Die Produktion soll von außen einsehbar sein. Gäste haben so die Möglichkeit, uns bei der Arbeit zuzuschauen."
Derzeit laufen für die Bauleistungen und die technische Ausstattung der Molkerei die Ausschreibungen. Von Maltzan rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr, so dass im Frühjahr 2011 die neue Meierei in Betrieb gehen könnte. Dann will Brodowin auch wieder die Schnittkäseproduktion aufnehmen, die man aus Kapazitätsgründen vor einigen Jahren einstellen musste. "Wir werden die alte Sorte wiederbeleben, aber auch ganz neue kreieren", will der Firmenchef schon mal neugierig machen.
Der Großteil der Milch, den Brodowin verarbeitet, kommt aus dem eigenen Betrieb. 1,6 Millionen Liter liefern die Kühe des Unternehmens. "Den Rest kaufen wir zu. Zum einen von Landwirt Langanke aus Serwest, zum anderen von einem Betrieb im Spreewald." Die Zulieferer unterliegen in jedem Fall den Demeter-Richtlinien. "Wir verarbeiten nur Bio-Milch mit diesem Gütesiegel", versichert von Maltzan. Die Demeter-Normen seien die höchsten und strengsten im Bio-Bereich. 1,5 Millionen Liter Trinkmilch verlassen jährlich den Betrieb. Davon inzwischen etwa 50 Prozent in der Öko-Tüte. "Künftig werden wir die Kunden auf dem Beutel auch über unsere Naturschutzprojekte informieren", kündigt er an. Butter und Mozzarella komplettieren derzeit das Brodowiner Meierei-Sortiment.
"Mit dem Neubau wollen wir die Premium-Molkerei für Berlin werden", beschreibt der Chef klar das anspruchsvolle Ziel. Zugleich gibt sich Ludolf von Maltzan zuversichtlich: "Der Bio-Markt entwickelt sich positiv. Und ich glaube an die Kraft des kleinen Ökodorfes." Nach der Sanierung und Erweiterung des Hofladens, dem Aufbau der Ziegenherde sei diese Investition, die vom Land Brandenburg gefördert wird, ein "großer Schritt für unseren Betrieb".
Wenn die gläserne Molkerei steht, sollen auf dem Platz hinter dem Hofladen noch Sitzgruppen aufgebaut werden, die zum Verweilen einladen. "Es kommen immer mehr Besucher zu uns. Verbraucher, Kunden, Touristen, ganze Gruppen." Dutzende Reisebusse hätten im vorigen Jahr den Hof angesteuert. Tendenz weiter steigend. "Dem wollen wir Rechnung tragen." Unter anderem mit der transparenten Molkerei.
Und was wird aus der alten Meierei? "In die zieht dann später die Verwaltung." Die Baracke in Weißensee wiederum, die derzeit Sitz der Geschäftsführung ist und noch den Charme der alten LPG-Büros ausstrahlt, soll künftig Lehrlingen und Praktikanten als Domizil dienen.
Mittwoch, 10. Februar 2010
Umfrage der MAZ
Abstimmung: Regionale Produkte
Bevorzugen Sie bei Lebensmitteln regionale Produkte, auch wenn es mehr kostet?
Auf der Grünen Woche in Berlin vom 15. bis 24. Januar 2010, der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, präsentieren sich auch viele regionale Erzeuger. Doch um die ist es gar nicht gut bestellt. Viele Bauern kämpfen wegen der niedrigen Preise für Milch, Getreide, Obst und Gemüse ums Überleben, Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sind gefährdet. Die Abnehmer zahlen den Bauern so wenig Geld, dass es kaum zum Überleben reicht. Ihr Argument: Die Verbraucher seien nicht bereit, für Produkte aus der Region mehr zu zahlen, wenn man ein ähnliches Produkt aus einem anderen Land billiger haben kann. Aber stimmt das?
Bevorzugen Sie bei Lebensmitteln regionale Produkte, auch wenn es mehr kostet?
Vielen Dank für Ihre Stimme!
Das aktuelle Abstimmungsergebnis:
Insgesamt 1023 Stimmen.
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11697446/2999770/Bevorzugen-Sie-bei-Lebensmitteln-regionale-Produkte-auch-wenn.html?voted=11697446&ergebnis=11955405
Dienstag, 9. Februar 2010
Tagungstip 25.3. in Graz
| Zukunft säen - Vielfalt ernten! | | | |
Tagung
Donnerstag, 25. März - Samstag, 27.März 2010
Volkshaus Graz, Lagergasse 98a, 8020 Graz
ÖBV - Via Campesina Austria, Arche Noah, Longo mai Österreich und der Kulturverein MaiMUN organisieren gemeinsam von 25. bis 27. März 2010 in Graz das 5. Treffen der europäischen Saatgutinitiativen 'Let's Liberate diversity'. Während der Tagung werden wir über die laufende Revision der EU-Saatgutgesetzgebung diskutieren. Wir beobachten eine weitere Einschränkung des bäuerlichen Rechts, Saatgut aus eigener Ernte zu verwenden, und eine Verschärfung geistiger Eigentumsrechte der Saatgutindustrie. Dagegen wollen wir in Graz den Widerstand europaweit organisieren.
Infos und Anmeldungen über: www.liberate-diversity-Graz2010.org
Teilnahmegebühr:50 Euro (inkludiert Mittag- und Abendessen außer am Freitag)
http://www.viacampesina.at/cms/sterreichweit/tagung-ukunft-s-en-vielfalt-ernten.htmlVeranstaltet von ÖBV-Via Campesina Austria, Arche Noah, Longo maï Österreich, Kulturverein Mai-MUN
Freitag, 5. Februar 2010
Neue Broschüre
http://www.netzwerk-laendlicher-raum.de/fileadmin/sites/ELER/Dateien/05_Service/Publikationen/broschuere_lebensqualitaetaufdemland_web.pdf
Dienstag, 26. Januar 2010
Einladung zur Lesung: Selbstversuch: allein unter Gurken ?
Die Herausforderung ist groß: Ein Jahr lang will sich der Schauspieler Andreas Hoppe 100%ig regional und nachhaltig ernähren: „Biologisch und ökologisch und dann noch regional, das in meinem Job und an zwei Aufenthaltsorten gleichzeitig. Nebenbei der Aufbau meines kleinen Landdomizils.“ So beschreibt Hoppe, besser bekannt als “Tatort“-Kommissar Mario Kopper, die Intention seines Selbstversuchs. Unter dem Titel „Allein unter Gurken“ sind jetzt die Ergebnisse nachzulesen. Hoppe und seine Ko-Autorin Jacqueline Roussety offerieren Leseproben aus dem Buch und berichten persönlich über das Experiment von einem, der auszog, um ein guter Öko-Mensch zu werden...
Termin & Ort: 10. März 2010 18:00 Uhr . stratum® lounge
Eintritt: 12,50 Euro bei Voranmeldung, 17,50 Euro an der Abendkasse
Anmeldung & Infos: Stehen Ihnen über die Links unten rechts zur Verfügung.
Kennen Sie noch Kalten Hund? Die Kalte Hund Manufaktur Rose in Friedrichshain produziert ihn in Handarbeit. Eine Kostprobe gibt es zur Autorenlesung am 10. März!
http://www.stratum-consult.de/news/tatort-kommissar-bei-stratum.html
Montag, 25. Januar 2010
Agrarbericht 2009 - Bericht zur Lage der Land- und Ernährungswirtschaft des Landes Brandenburg
http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.177104.de
Was ist eigentlich eine Leader-gruppe ??
Lokale Kenntnisse und Stärken mit gebietsbezogenen lokalen Entwicklungsstrategien (GLES) werden herausgearbeitet und durch innovative und kooperative Projekte genutzt beziehungsweise entwickelt. Dies geschieht in Brandenburg durch 14 Lokale Aktionsgruppen (LAGs), die nach einem landesweiten Wettbewerb ausgewählt wurden und den Leader-Ansatz in den einzelnen Regionen Brandenburgs umsetzen.
Nach 15 Jahren Erfahrungen mit Leader I und II sowie Leader+ wird das Besondere an diesem Ansatz aus der Sicht der EU mit sieben wesentlichen Merkmalen beschrieben:
Gebietsbezogene lokale Entwicklungsstrategie:
Ein territorialer Ansatz nimmt ein homogenes, sozial in sich geschlossenes Gebiet, das häufig durch gemeinsame Traditionen, eine lokale Identität, ein Zugehörigkeitsgefühl oder gemeinsame Bedürfnisse und Erwartungen gekennzeichnet ist, als Zielgebiet für die politische Umsetzung. Solch ein Gebiet als Bezugsgebiet zu haben, erleichtert das Erkennen lokaler Stärken und Schwächen, Bedrohungen und Chancen, endogenen Potenzials und die Feststellung größerer Hemmnisse für eine nachhaltige Entwicklung.
Bottom-up-Ansatz:
Lokale Akteure sind an der Entscheidungsfindung über die Strategie und bei der Auswahl der Prioritäten eingebunden, die in ihrem lokalen Gebiet verfolgt werden sollen. Die Beteiligung von lokalen Akteuren umfasst die Bevölkerung im Allgemeinen, wirtschaftliche und soziale Interessengruppierungen sowie repräsentative öffentliche und private Institutionen. Die Beteiligung ist nicht auf die Anfangsphase beschränkt, sondern zieht sich durch den Umsetzungsprozess hindurch, indem sie einen Beitrag zur Strategie, zur Erreichung der ausgewählten Projekte und zur Ansammlung von Informationsmaterial und zum Lernen für die Zukunft leistet.
Öffentlich-private Partnerschaften: die Lokalen Aktionsgruppen (LAG)
Die LAG hat die Aufgabe, eine lokale Entwicklungsstrategie zu entwickeln und umzusetzen, Entscheidungen über die Zuteilung ihrer finanziellen Ressourcen zu treffen und diese zu verwalten. Die LAG soll öffentliche und private Partner zusammenbringen und die bestehenden lokalen Interessengruppierungen aus den verschiedenen sozioökonomischen Sektoren des Gebiets ausgewogen vertreten. Auf der Entscheidungsfindungsebene müssen die privaten Partner und Vereinigungen mindestens 50 Prozent der lokalen Partnerschaft ausmachen.
Innovation erleichtern
Leader-Projekte bringen durch ihren speziellen Ansatz unterschiedliche Bürger, lokale Vertreter, Vereine und Verbände, unterschiedliche Sichtweisen und Projektvorstellungen usw. zusammen, bündeln sie in einer einheitlichen Entwicklungsstrategie und setzen sie gemeinsam um. Daraus entstehen innovative Projektergebnisse wie z.B. im ländlichen Tourismus, in der Direktvermarktung, in der Verbesserung der natürlichen Umwelt, kulturelle Aktivitäten oder z. B. auch die Sanierung von landwirtschaftlichen Gebäuden.
Integrierte und multisektorale Aktionen
Leader-Aktionen sind keine sektoralen Projekte. Vielmehr sollen die Aktionen und Projekte, die in den lokalen Strategien enthalten sind, als zusammenhängende Einheit verbunden und koordiniert werden. Damit soll eine Verknüpfung der verschiedenen beteiligten wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und umweltrelevanten Aktionen gewährleistet werden
Netzwerkbildung
Die Netzwerkbildung umfasst den Austausch von Erfahrungen und Know-how zwischen Leader-Gruppen, ländlichen Gebieten, Verwaltungen und Organisationen, die innerhalb der EU an der ländlichen Entwicklung beteiligt sind. Netzwerkbildung ist ein wichtiger Weg, bewährte Verfahren zu übertragen, Innovation zu verbreiten und auf den Erkenntnissen aufzubauen, die aus der lokalen ländlichen Entwicklung gewonnen wurden.
Kooperation
Kooperation geht noch über Netzwerkbildung hinaus. Dazu gehört, dass eine Lokale Aktionsgruppe ein gemeinsames Projekt mit einer anderen Leader-Gruppe, die einen ähnlichen Ansatz in einer anderen Region oder einem anderen Mitgliedstaat verfolgt, unternehmen kann. Kooperationsprojekte sind nicht nur einfach ein Erfahrungsaustausch. Sie müssen ein konkretes gemeinsames Projekt umfassen, das idealerweise im Rahmen einer gemeinsamen Struktur geführt wird.
In Brandenburg gibt es 14 Lokale Entwicklungsgruppen, die nach einem landesweiten Wettbewerb ausgewählt wurden. Deren Strategie und zentrale Vorhaben sind in „Gebietsbezogenen lokalen Entwicklungsstrategien“ (GLES) niedergelegt und waren eine Grundlage des landesweiten Wettbewerbs zur Auswahl der Leader-Regionen.
http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/5lbm1.c.167913.de